Zweiplattenmaschine fertigt Kleiderbügel auf der Fakuma 2026

Artikel vom 28. August 2026
Spritzgießmaschinen

Engel zeigt auf der Fakuma 2026 in Halle A5, Stand 5203, unter anderem eine Live-Produktion von Kleiderbügeln. Im Fokus stehen kurze Anlaufzeiten, einfache Bedienung, Wartungszugang und stabile Großserienfertigung.

Zweiplatten-Spritzgießmaschine mit robustem Design und gutem Wartungszugang (Bild: Engel).

Zweiplatten-Spritzgießmaschine mit robustem Design und gutem Wartungszugang (Bild: Engel).

Auf der Fakuma 2026 demonstriert Engel anhand einer Live-Produktion für Leifheit, wie sich Zeitdruck, knappe Ressourcen und Investitionssicherheit in der Spritzgießfertigung miteinander verbinden lassen. Im Mittelpunkt steht eine standardnahe Zweiplattenmaschine mit 6500 kN Schließkraft, die ohne teure Sonderausstattung auskommt und zugleich auf hohe Stückzahlen ausgelegt ist.

Serienproduktion mit 4+4-fach-Werkzeug

Eine Spritzgießmaschine »t-win 6500« fertigt am Messestand Kleiderbügel mit einem 4+4-fach-Familienwerkzeug. Dabei entstehen gleichzeitig vier Bügelkörper und vier Haken. Beide Geometrien sind getrennt im Werkzeug angeordnet. Ein Linearroboter »viper 20« entnimmt die Teile und legt sie auf einem Förderband ab. Bei einer Zykluszeit von etwa 40 Sekunden erreicht die Anlage einen Ausstoß von rund 360 Kleiderbügeln pro Stunde. Verarbeitet wird ein Polypropylen-Copolymer von Borouge International.

Bild: Engel.

Bild: Engel.

Die Anwendung steht für typische Herausforderungen in Produktionsbetrieben: kurze Zeitfenster für neue Aufträge, begrenzte Budgets und fehlendes Fachpersonal. Die Maschine soll schnell verfügbar sein, sich zügig in Betrieb nehmen lassen und auch von angelerntem Personal sicher bedient werden können. Dafür setzt das Konzept auf bewährte Technik, guten Wartungszugang und einen standardnahen Aufbau.

Zweiplattenkonzept für kompakte Fertigung

Das Zweiplatten-Design sorgt für eine kurze Bauweise. Dadurch bleibt mehr Fläche für Zusatzanlagen frei, ohne die Produktionsfläche erweitern zu müssen. Das servo-hydraulische System unterstützt einen kurzen Schließkraftaufbau und eine synchrone Verriegelung. Daraus ergeben sich kürzere Zykluszeiten, mehr Teile pro Stunde und geringere Energiekosten pro Teil.

Für eine hohe Verfügbarkeit ist die Maschine robust ausgelegt. Wartungspunkte sind leicht zugänglich, was Stillstand reduzieren und die Stückkosten senken kann. Gleichzeitig ist die Steuerung erweiterbar, sodass Funktionen nachgerüstet werden können, ohne eine neue Maschine anzuschaffen.

Technisch basiert die Schließeinheit auf einem reibungsarmen Zweiplatten-Design: Die Aufspannplatte berührt die Holme nicht. Dadurch arbeitet die Einheit verschleißarm, präzise und schnell. Eine steife Mechanik und eine gute Plattenparallelität unterstützen reproduzierbare Prozesse. Auch die Einspritzeinheit ist auf Tempo und Effizienz ausgelegt. Linearführungen verringern die Reibung, senken den Energiebedarf und tragen zu genauer Einspritzung und stabilem Staudruck bei.

Assistenzsysteme für stabile Prozesse

Die »C3«-Steuerung mit 15-Zoll-Full-HD-Touchdisplay und Touchbedienung soll die Bedienung vereinfachen. Das hilft hauptsächlich dort, wo nicht jederzeit erfahrenes Fachpersonal verfügbar ist.

In der Standardausführung sind zudem Assistenzsysteme enthalten. Eine zentrale Funktion ist »iQ weight control«. Das selbstregelnde System hält das Einspritzvolumen konstant und kann so Ausschuss reduzieren, die Produktivität erhöhen und den Ramp-up nach Stillständen verkürzen. Die Prozessregelung reagiert dabei auch auf schwankende Umgebungsbedingungen.

Die Fakuma findet vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen statt.

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