KI und Digitalisierung im Spritzguss vernetzen
Branchensoftware
Zur Fakuma 2026 treten die Softwareanbieter Proses, Osphim, Econ solutions und Aventum erstmals gemeinsam auf. In Halle 1, Stand 1401, zeigen die Softwareanbieter, wie offene Schnittstellen, KI-gestützte Prozessoptimierung, ERP, Shopfloor-Daten und Energiemanagement im Spritzguss zusammenspielen.

Symbolbild: pixabay/fancyrave1.
Auf der Fakuma 2026 zeigen Proses, Osphim, Econ solutions und Aventum, wie sich spezialisierte Softwarelösungen entlang der Prozesskette im Spritzguss vernetzen lassen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Daten aus Auftragsplanung, Produktion, Qualität, Prozessoptimierung und Energiemanagement zusammengeführt werden können. Der Gemeinschaftsauftritt läuft unter dem Leitmotiv »Software für die Kunststoffindustrie« und soll verdeutlichen, wie offene Schnittstellen eine durchgängige Digitalisierung unterstützen.
Daten entlang der Prozesskette verbinden
Der gezeigte Ansatz basiert auf spezialisierten Lösungen für klar abgegrenzte Aufgaben. Die branchenspezifische ERP-Lösung »Sage Wincarat« unterstützt kaufmännische und produktionstechnische Prozesse. Am Shopfloor werden Produktions- und Qualitätsdaten mit »ProBDE« und »Quipsy« erfasst. Ein KI-basierter Fertigungsassistent ergänzt die automatisierte Prozesseinrichtung und Prozessoptimierung im Spritzguss. Dazu kommt Software für Transparenz über Energieverbräuche, Energiemanagement und Lastmanagement, die an Produktionsprozesse angebunden wird.
Durch das Zusammenspiel dieser Bausteine entsteht ein Informationsfluss, der Kunststoffverarbeitern helfen kann, Abläufe besser zu überblicken und Entscheidungen datenbasiert zu treffen. Im Fokus stehen dabei nicht einzelne Insellösungen, sondern die Verbindung vorhandener Systeme über offene Schnittstellen. So lassen sich Daten aus unterschiedlichen Bereichen nutzen, ohne bewährte Softwarelandschaften vollständig auszutauschen.
KI als Ergänzung bestehender Software
Der Gemeinschaftsstand verbindet etablierte Softwarebausteine für Planung, Produktion und Energiemanagement mit KI-gestützter Prozesseinrichtung, Prozessoptimierung und intelligentem Wissensmanagement. Dazu gehört auch ein KI-gestütztes Assistenzsystem in Form eines Chatbots. Die Grundidee: Künstliche Intelligenz arbeitet nicht losgelöst, sondern nutzt vorhandene Daten aus der Produktion als Basis für Prozessunterstützung und Optimierung.
Damit folgt der Messeauftritt laut Meldung der Unternehmen einem offenen Best-of-Breed-Ansatz. Unternehmen können bestehende Anwendungen weiter nutzen und diese schrittweise um KI-gestützte Funktionen erweitern. Digitalisierung wird in diesem Verständnis nicht als Austausch vorhandener Systeme gesehen, sondern als deren Vernetzung. Für Spritzgießer kann das besonders dort relevant sein, wo Prozessstabilität, Qualität, Energieverbrauch und Produktionsplanung enger miteinander verzahnt werden sollen.
Die Fakuma findet vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen statt.




