Biologisch abbaubarer Werkstoff

Artikel vom 21. Oktober 2021
Sonstige Rohstoffe und Halbfabrikate

Im Rahmen der »Fakuma 2021« stellte die Exipnos GmbH erste Blasformmuster aus dem bioabbaubaren Kunststoff PBS (Polybutylensuccinat) vor.

Die ersten Blasformmuster aus PBS (Bilder: A. Umlauf-Sauer).

Die ersten Blasformmuster aus PBS (Bilder: A. Umlauf-Sauer).

Aus dem bioabbaubaren PBS »Bio-Elan A 101« der Merseburger Firma Exipnos konnten laut Angabe des Unternehmens von der Firma Sauer aus Neustadt bei Coburg ohne besonderen Aufwand Rundflaschen hergestellt werden. Das Polymer mit einem Schmelzindex (MFI) von 1 g/10 min ließ sich an der Blasformmaschine ohne Schwierigkeiten zu Rundflaschen verarbeiten, das Endprodukt wurde als weich und von der Haptik eher mit LDPE als mit HDPE vergleichbar bezeichnet. Die Flaschen eigneten sich damit z. B. als Einwegbehältnis für Shampoo oder Sonnenmilch, aber auch für mehrfach nutzbare Artikel wie Fahrradtrinkflaschen.

»Rubio«

Der neue Werkstoff und die daraus hergestellten Muster sind erste Ergebnisse des im September gestarteten regionalen unternehmerischen Bündnisses zum Aufbau von Wertschöpfungsketten für technische Biokunststoffe in Mitteldeutschland »Rubio«. Das unter der Regie von Exipnos stehende Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird laut Angabe des Unternehmens vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 12 Mio. Euro gefördert, weitere 5 Mio. Euro investieren die 18 beteiligten Firmen und Forschungseinrichtungen, zu denen auch die Sauer GmbH & Co. KG aus Neustadt bei Coburg gehört. Ziel von »Rubio« sei der Aufbau einer vollständigen Wertschöpfungskette für biobasiertes PBS innerhalb von 3 bis 5 Jahren, das neue Material im mitteldeutschen Braunkohlerevier zu produzieren und so den eingeleiteten Strukturwandel mitzugestalten.

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