Homogener PUR-Werkstoff

Artikel vom 31. März 2021
Polyurethane (PUR)
Der homogene PUR-Werkstoff lässt sich leichter als Holz bearbeiten und auch furnieren (Bild: OBO-Werke).

Der homogene PUR-Werkstoff lässt sich leichter als Holz bearbeiten und auch furnieren (Bild: OBO-Werke).

Komplexe Formen für Werkstücke stellen Tischler üblicherweise vor eine Herausforderung, denn aufgrund der ungleichmäßigen Dichte bei Sperrholz oder mitteldichten Holzfaserplatten (MDF) muss immer vorsichtig gefräst werden, da sonst schnell Unebenheiten entstehen oder sich Risse im Material bilden. Hierauf Rücksicht zu nehmen, verlangsamt allerdings den gesamten Herstellungsprozess. Dabei gibt es eine Alternative: Mithilfe des 3D-Furniers der Danzer Deutschland GmbH in Verbindung mit dem neuen Werkstoff »maridur« der OBO-Werke GmbH können unkompliziert und schnell Kreise, Wellen oder auch organische Formen mit einer edlen Beschichtung erstellt werden. So lassen sich Werkstücke für beispielsweise Fronten und Seitenteile im Innenausbau oder auch für Wand- und Deckenverkleidungen im sanitären Bereich fertigen. Dank der geschlossenen Zellstruktur und seiner homogenen Dichte kann das neuartige, feuchtigkeitsabweisende Material leicht verarbeitet werden. Der Werkstoff soll selbst extremen Witterungseinflüssen widerstehen und sich somit auch für anspruchsvolle Anwendungen eignen. Mit beiden Lösungen lassen sich jetzt alle denkbaren Formen mit attraktiven Edelholzoberflächen witterungsresistent veredeln.

Flexibler Werkstoff bei 120 bis 150 °C

Das Material wird bei 120 bis 150 °C flexibel und lässt sich verformen. Hierbei kommen Vakuumpressen mit integrierter Heizstation oder Plattenheizungen zum Einsatz, die das notwendige, gleichmäßige Erhitzen gewährleisten. Nach der Erwärmung bleiben etwa fünf Minuten für die Bearbeitung der Platten. Dabei kann der weiche Werkstoff über die entsprechende Form tiefgezogen oder manuell gedreht werden. Für die weitere Veredelung wird das Werkstück nach dem Erkalten mit dem speziellen 3D-Furnier beschichtet. Hierfür kommen verschiedene Vakuumtechniken zum Einsatz. Sobald das 3D-Furnier mit Leim aufgetragen ist, handelt es sich um ein starres Werkstück, welches sich nicht mehr verformen lässt. Allerdings kann es laut Hersteller bei Bedarf weiter gefräst werden.

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