Arburg zeigt auf der Fakuma sein Produktportfolio mit digitalen Services und Software
Spritzgießmaschinen
Arburg stellt auf der Fakuma 2026 an seinem Stand 3101 in Halle 3 Digitalisierung, Automation und vernetzte Spritzgießprozesse in den Mittelpunkt. Zu sehen sind unter anderem die elektrischen »Allrounder Trend«, automatisierte Fertigungszellen und digitale Lösungen wie »arburgXworld«.

Elektrischer »Allrounder 1800 e Trend« mit Robotersystem zur automatisierten Fertigung von LSR-Verschlüssen (Bild: Arburg).
Auf der Fakuma 2026 präsentiert Arburg Maschinen, Robotersysteme, Turnkey-Anlagen sowie digitale Services und Software. Insgesamt sind sechs »Allrounder« auf dem Messestand und acht weitere Maschinen auf Partnerständen vorgesehen. Der Hersteller will damit unterschiedliche Bereiche vom technischen Spritzguss über LSR- und Mehrkomponentenverarbeitung bis zur Medizintechnik zeigen.
Einen Schwerpunkt bilden digitale Lösungen zur Vernetzung und Steuerung der Produktion. Das modular aufgebaute »Arburg Leitrechnersystem« (ALS) dient als Manufacturing Execution System (MES) zur Erfassung und Auswertung von Produktionsdaten. Künftig soll das System auch als Cloud-Modell verfügbar sein. Zudem lässt es sich mit dem Kundenportal »arburgXworld« verbinden, das verschiedene Apps für Produktions- und Serviceaufgaben bereitstellt. Hinzu kommen Assistenzfunktionen und KI-gestützte Anwendungen für den Spritzgießprozess.
Elektrische Maschinen für LSR und Elektronik
Zwei elektrische Standardmaschinen der Baureihe »Allrounder Trend« demonstrieren unterschiedliche Anwendungen. Ein »Allrounder 1800 e Trend« produziert LSR-Verschlüsse in einem 64-fach-Werkzeug. Die Teilehandhabung übernimmt ein lineares Robotersystem »Multilift Select 16«. Ein »Allrounder 1000 e Trend« fertigt Steckerbauteile für Elektronikanwendungen. Beide Maschinen arbeiten mit der Steuerung »Gestica lite«.
Automation für unterschiedliche Anwendungen
Weitere Exponate zeigen die Kombination von Spritzgießmaschinen und Automation. Eine Turnkey-Anlage mit einem vertikalen »Allrounder 475 V« und einem 6-Achs-Roboter von Kuka fertigt mittels In-Mould-Dekoration (IMD) Cover für Funkschlüssel. Ein elektrischer »Allrounder 270 A« mit Mikrospritzmodul und »Multilift Select 4« produziert vier Mikrofilter pro Zyklus. Die Bauteile wiegen jeweils 0,004 g.
Für eine Zwei-Komponenten-Anwendung setzt Arburg einen »Allrounder More 2000« mit 32-fach-Werkzeug ein. Die Anlage produziert zweifarbige Dominosteine. Ein »Multilift V 30« und ein kollaborierender Roboter übernehmen nachgelagerte Arbeitsschritte bis zur Zusammenstellung der Spielesets. Die Anwendung dient zugleich zur Präsentation weiterer Entwicklungen bei Robotersystemen und Automation.
Vernetzte Fertigungszelle für Medizintechnik
Mit der »NextGen Medical Solution« zeigt Arburg zudem eine digital vernetzte Fertigungszelle für die Medizintechnik. Herzstück ist ein elektrischer »Allrounder 570 A« in Reinraumausführung. Die Anlage fertigt Injektor-Pens und kann dabei laut Hersteller auch Rezyklat verarbeiten. Ein KI-gestütztes Software-Tool unterstützt die Überwachung einer gleichbleibenden Teilequalität.
Die Fakuma findet vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen statt.


