Promix zeigt auf der Fakuma Lösungen für effiziente Prozesse
Schäummaschinen für
Promix Solutions zeigt auf der Fakuma 2026 in Halle A6, Stand 6108, Technologien für Schäumen und Prozessüberwachung in der Kunststoffverarbeitung zur Reduzierung des Materialeinsatzes.

Das Inline-Viskosimeter regelt in Verbindung mit einem Dosiersystem die Additivzugabe anhand der im Prozess gemessenen Viskosität (Bild: Promix Solutions).
Der Fakuma-Auftritt von Promix Solutions umfasst Lösungen zum Mischen, Schäumen und Kühlen sowie zur Prozessüberwachung. Einen Schwerpunkt bildet die Regelung der Schmelzeviskositäten auf Basis kontinuierlich erfasster Prozessdaten.
Viskosität im Prozess regeln
Das Inline-Viskosimeter »Visco-P« misst die Viskosität direkt im Schmelzestrom unter den jeweiligen Verarbeitungsbedingungen. Ein Bypass ist nicht erforderlich, bei der Messung entsteht auch kein Materialverlust. Das Messmodul homogenisiert die Schmelze und ist laut Hersteller so konstruiert, dass Verstopfungen, Ablagerungen und Materialabbau vermieden werden. Damit eignet es sich auch für Rezyklate, gefüllte Compounds und scherempfindliche Materialien.
Neu ist die Ausführung mit geschlossenem Regelkreis und direkter Anbindung an Dosiersysteme. Damit können Rohstoffströme abhängig von der tatsächlich gemessenen Viskosität automatisch angepasst werden.
Auf der Fakuma demonstriert Promix dies anhand der Regelung der Intrinsic Viscosity (IV) bei der PET-Extrusion. Sinkt der gemessene IV-Wert unter den vorgegebenen Sollwert, wird die Dosierung eines IV-Enhancers automatisch angepasst, bis die gewünschte Schmelzequalität wieder erreicht ist. Bei PP-Rezyklaten lässt sich das Prinzip beispielsweise mit Kettenverlängerern einsetzen.
Trend-, Statistik- und Reportingfunktionen dienen zur Dokumentation der Prozessdaten. Für Abweichungen können Grenzwerte definiert werden, die Warnmeldungen auslösen. Das Inline-Viskosimeter lässt sich laut Hersteller mit gängigen Extrudertypen und den meisten thermoplastischen Werkstoffen einsetzen sowie über Kommunikationsschnittstellen in bestehende Produktionsumgebungen integrieren.
Weniger Material durch Schäumen
Mithilfe der »Microcell Technology« reduziert Promix den Materialverbrauch bei der Extrusion. Dabei werden atmosphärische Gase präzise in das Polymer eingebracht, sodass eine mikrozelluläre Schaumstruktur entsteht. Je nach Anwendung gibt der Hersteller eine Gewichtsreduzierung von 20 bis 50 % an. Das Verfahren wird unter anderem für Folien, Platten, Schaumkernrohre, Profile und Kabelummantelungen eingesetzt und steht sowohl für Neuanlagen als auch als Retrofit zur Verfügung. Als neues Anwendungsgebiet untersucht Promix gemeinsam mit einem Industriepartner das Schäumen von Monofilamenten für Kunstrasen. Neben der Materialreduzierung kann die Schaumstruktur je nach Anwendung Eigenschaften wie Wärme- und Schalldämmung oder Stoßdämpfung beeinflussen.
Ergänzend hat Promix die Schaum- und Nukleierungsadditive »Procell« um eine Variante für PET-Schäume erweitert. Das endotherme Treibmittel spaltet laut Hersteller kein Wasser ab und kann bei höherer Dosierung auch als eigenständiges Schaumadditiv verwendet werden. Ziel sind feinere Zellstrukturen bei der Verarbeitung von PET.
Die Fakuma findet vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen statt.


