Arburg übernimmt Stork IMM und erweitert Spritzgießportfolio
Spritzgießmaschinen
Arburg wird Stork IMM übernehmen und baut damit sein Angebot bei großen, schnellen Spritzgießmaschinen für Dünnwandverpackungen aus. Die Transaktion soll das Portfolio im Schließkraftbereich über 5000 kN erweitern und die Position im internationalen Spritzgießmarkt stärken.

V. l.: Steffen Kroner, Philip Stibbe und Guido Frohnhaus unterzeichneten den Kaufvertrag am 29. Juli 2026 (Bild: Stork IMM).
Am 29. Juli 2026 unterzeichneten Steffen Kroner, CFO von Arburg, und CTO Guido Frohnhaus gemeinsam mit Philip Stibbe, Shareholder von Stork IMM und Gründer von Stibbe Participaties, den Kaufvertrag. Vereinbart ist der Erwerb der Stork Plastics Machinery B.V. mit Sitz in Hengelo, Niederlande, von der Stibbe Participaties B.V. Der Vollzug der Transaktion wird in etwa zwei Monaten erwartet.
Die Vereinbarung steht im Zusammenhang mit Veränderungen im Spritzgießmarkt. Genannt werden volatile Entwicklungen, geringere Volumina, zunehmender internationaler Wettbewerb und Skaleneffekte. Beide Unternehmen wollen mit dem Zusammenschluss ihre Position im globalen Markt für Kunststoffspritzgießmaschinen stärken.
Erweiterung bei großen Spritzgießmaschinen
Der niederländische Maschinenbauer ist für große, schnelle Spritzgießmaschinen für Dünnwandverpackungen bekannt. Das bestehende Maschinenangebot soll dadurch im Schließkraftbereich über 5000 kN sowie mit Blick auf Anwendungen in der Verpackungsindustrie erweitert werden. Nach Angaben von Dr. Volker Nilles, CEO von Arburg, ist die Transaktion als strategische und langfristige Investition angelegt.
Für Anwender ergibt sich daraus ein breiteres Angebot im Bereich Kunststoffverarbeitung. Im Fokus stehen hauptsächlich Maschinenkonzepte für Verpackungsanwendungen, bei denen hohe Ausbringung und dünnwandige Bauteile eine wichtige Rolle spielen.
Internationale Strukturen und europäische Fertigung
Eric Pans, CEO Stork IMM, verweist auf mögliche Effekte durch internationale Vertriebs- und Servicekapazitäten, ein breiteres Produktportfolio, Synergien in Einkauf und Lieferkette sowie eine weitere Professionalisierung von Prozessen. Philip Stibbe sieht in dem Käufer einen strategischen Partner, der familiäre Werte, eine langfristige Ausrichtung und das Bekenntnis zur Fertigung in Europa teilt.
Mit der Unterzeichnung ist der erste offizielle Schritt erfolgt. Bis zur erwarteten Finalisierung sollen die weiteren Schritte für den Vollzug der Transaktion vorbereitet werden.


