Salzgitter verkauft Desma Elastomertechnik an die NMP-Gruppe
Spritzgießmaschinen
Die Salzgitter AG verkauft die Klöckner Desma Elastomertechnik GmbH an Name & Mawi Partners S.A.S. Der Hersteller von Spritzgießmaschinen für Gummi- und Silikonprodukte soll unter dem neuen Eigentümer seine industrielle Entwicklung fortsetzen.
Der Salzgitter-Konzern hat den Verkauf seiner Beteiligung an die deutsch-französische Industriegruppe bekannt gegeben. Der Vollzug der Transaktion ist für Herbst 2026 geplant. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Entscheidung ist Teil des aktiven Portfoliomanagements und folgt dem Best-Owner-Prinzip. Damit soll die Konzernstrategie »Salzgitter AG 2030« weiter umgesetzt werden. Zugleich soll die Beteiligung eine langfristige Perspektive erhalten.
Käufergruppe setzt auf Kapazitäten und Vertrieb
Name & Mawi Partners S.A.S. hat Hauptsitze in Weil der Stadt bei Stuttgart und in Straßburg. Zur Gruppe gehören zehn Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitenden in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und der Slowakei. Sie produziert seit 1903 Maschinen für die Spalt- und Schärftechnologie von Soft Materials und beliefert unter anderem die Leder-, Gummi-, Schuh- und Verpackungsindustrie. Nach Angaben von CEO Narith Meksavanh stehen der Ausbau der Produktionskapazität und des internationalen Vertriebsnetzes im Mittelpunkt. Die Standorte von Desma sollen dabei helfen, industrielle Anforderungen zu adressieren und die Position in den Märkten USA, Indien und China weiter zu stärken.
Fokus auf Elastomerverarbeitung
Die Klöckner Desma Elastomertechnik GmbH hat ihren Stammsitz in Fridingen in Baden-Württemberg und gehörte bislang zum Geschäftsbereich Technologie des Salzgitter-Konzerns. Seit 1965 produziert der Maschinenbauer Spritzgießmaschinen für Gummi- und Silikonprodukte. Zum Angebot gehören Produktionslösungen aus Formen- und Kaltkanalsystemen sowie auf Anforderungen zugeschnittene Automatisierungsanlagen. Mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weltweit für das Unternehmen tätig. Die Anlagen kommen unter anderem im Fahrzeugbau, in der Energieverteilung und Energiegewinnung, in der Rohstoffförderung, in der Infrastruktur, in der Medizintechnik sowie in der Weißwarenindustrie zum Einsatz.


