Green Ports und Zimmermann planen Entsorger im Hamburger Hafen
Entsorgung und/oder Aufbereitung von Abfällen und Reststoffen
Green Ports Hamburg GmbH und Zimmermann Sonderabfallentsorgung Nord GmbH & Co. KG wollen im Hamburger Hafen ein gemeinsames Entsorgungsunternehmen gründen. Geplant sind integrierte Umweltdienstleistungen für Schifffahrt, Industrie und Hafenaktivitäten.

Kündigten an, gemeinsam ein Unternehmen für Abfallmanagement und -entsorgung im Hamburger Hafen zu gründen (v. l.): David Zimmermann, Geschäftsführer der Zimmermann-Gruppe, Dimitris Melissanidis, Gründer und Vorsitzender der Hellenischen Umweltzentrum (HEC) Gruppe, Gerhard Zimmermann, Geschäftsführer der Zimmermann-Gruppe, die beiden Geschäftsführer der Green Ports Hamburg GmbH, Ioannis Agiostratitis und Georgios Moustakas, sowie Christian Schult, Geschäftsführer der Zimmermann Sonderabfallentsorgung Nord GmbH & Co. KG (hier während ihres Besuchs im HEC-Hauptsitz in Athen; Bild: Zimmermann-Gruppe).
Im Hamburger Hafen soll ein neues Gemeinschaftsunternehmen für Entsorgung und Umweltmanagement entstehen. Die Green Ports Hamburg GmbH, Tochter des griechischen Konzerns Hellenic Environmental Center, und die Zimmermann Sonderabfallentsorgung Nord GmbH & Co. KG haben ihre strategische Partnerschaft am 3. September 2026 im Hafenklub Hamburg vorgestellt. Das Vorhaben soll Erfahrung aus Hafendienstleistungen, Schifffahrt und spezialisiertem Umweltmanagement bündeln.
Ziel ist es, integrierte Umweltlösungen für Schifffahrt, Industrie und Hafenaktivitäten zu entwickeln. Das geplante Unternehmen soll sich auf die Sammlung, Behandlung und sichere Entsorgung von Stoffen und Abfällen konzentrieren. Dies sind Aufgaben, die im Umfeld eines großen europäischen Hafenknotenpunkts eine zentrale Rolle spielen: zuverlässige Entsorgungsprozesse, kurze Wege und fachgerechter Umgang mit Abfällen und Stoffströmen.
Know-how für Hafen und Industrie
Die Kooperation verbindet internationale Erfahrung in Hafendienstleistungen mit langjähriger Praxis im spezialisierten Umweltmanagement. Bestehende Infrastrukturen und operative Kapazitäten beider Unternehmensgruppen sollen dafür genutzt werden. Für Kunden entstehen dadurch Leistungen aus einer Hand, verbunden mit kürzeren Transportwegen, abgestimmten Prozessen und einer effizienteren Ressourcennutzung.
Im Mittelpunkt stehen Umweltschutz, Kreislaufwirtschaft und die Weiterentwicklung der Region Hamburg. Das geplante Unternehmen soll dazu beitragen, Abfallmanagement und Entsorgungslogistik im Hafen enger zu verzahnen. Dazu gehören Leistungen für Schiffsabfälle ebenso wie industrielle Stoff- und Abfallströme, die gesammelt, behandelt und sicher entsorgt werden müssen.
Neue Arbeitsplätze und operative Verantwortung
Mit der Gründung sind zusätzliche Arbeitsplätze und neue Karrierechancen vorgesehen. Beide Unternehmensgruppen verweisen auf ihre Entwicklung als Familienunternehmen und sehen darin eine gemeinsame Grundlage für die Zusammenarbeit. Die operative Verantwortung in der Geschäftsführung sollen Vertreter der nächsten Generation der beiden Familienunternehmen übernehmen.
Die Partner sehen in dem Vorhaben einen Schritt, um ihre Position im europäischen Markt für Umweltdienstleistungen auszubauen. Zugleich sollen Wachstumsperspektiven in Deutschland und weiteren europäischen Märkten entstehen. Der Fokus liegt auf fachgerechter Abfallverarbeitung und auf Lösungen, die Anforderungen aus Hafenbetrieb, Schifffahrt und Industrie zusammenführen.


