PVC-Branche stärkt Kreislaufwirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit

Artikel vom 30. Juni 2026
Entsorgung und/oder Aufbereitung von Abfällen und Reststoffen

Beim 14. VinylPlus Sustainability Forum 2026 in Genval diskutierte die PVC-Branche, wie Europa Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit verbinden kann. Im Fokus standen Wasserresilienz, bezahlbarer Wohnraum, Kreislaufwirtschaft und die überarbeitete Selbstverpflichtung 2030.

Auf der Veranstaltung bekräftigte die PVC-Branche ihr Engagement für Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit (Bild: VinylPlus).

Auf der Veranstaltung bekräftigte die PVC-Branche ihr Engagement für Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit (Bild: VinylPlus).

Beim VinylPlus Sustainability Forum, das vom 10. bis 11. Juni 2026 im belgischen Genval stattfand, stand die Frage im Mittelpunkt, wie Europa Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit in einem komplexen globalen Umfeld verbinden kann. Die Veranstaltung brachte politische Entscheidungsträger, Vertreter von UN-Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler und Industrievertreter zusammen. Diskutiert wurde vor dem Hintergrund geopolitischer, wirtschaftlicher und industrieller Veränderungen. Hohe Energie- und Rohstoffkosten, zunehmender globaler Wettbewerb sowie der Bedarf an Resilienz und strategischer Autonomie belasten die industrielle Basis Europas. Gleichzeitig bleiben Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft zentrale Ziele.

Wasserresilienz und Infrastruktur

Im Fokus standen drei Themen für die weitere Entwicklung Europas: Wasserresilienz, bezahlbarer Wohnraum und Nachhaltigkeit. Klimawandel, Bevölkerungswachstum und alternde Infrastruktur setzen die Wasserversorgungssysteme zunehmend unter Druck. Ein verlässlicher Zugang zu sauberem Wasser wird damit zu einer strategischen Aufgabe für Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und öffentliches Wohlbefinden. Moderne, effiziente und langlebige Infrastruktur soll dabei helfen, kommunale Wasserversorgungen widerstandsfähiger aufzustellen.

Die PVC-Wertschöpfungskette sieht ihren Beitrag unter anderem in langlebigen, korrosionsbeständigen und leckagearmen Rohrleitungssystemen für Trinkwasser- und Abwassernetze. Sie können dazu beitragen, Wasserverluste, Wartungsaufwand und Ressourcenverbrauch zu reduzieren.

Überarbeitete Selbstverpflichtung 2030

Ein weiterer Schwerpunkt des Forums war die Vorstellung der überarbeiteten Selbstverpflichtung 2030. Sie folgt auf eine Halbzeitüberprüfung Anfang 2026, in der Fortschritte bei den Programmzielen bewertet und regulatorische, technologische sowie marktbezogene Entwicklungen berücksichtigt wurden.

Die angepasste Verpflichtung hält an den langfristigen Ambitionen der Branche fest und soll zugleich mehr Spielraum für ein verändertes Geschäftsumfeld geben. Im Mittelpunkt stehen weiter Kreislaufwirtschaft und CO₂-Reduzierung. Dazu gehört das Ziel, bis 2030 mindestens eine Million Tonnen recyceltes PVC in neuen Produkten einzusetzen. Ergänzend rücken Produktnachhaltigkeit, Lebenszyklusleistung und der Beitrag zu Klimazielen stärker in den Blick.

Ergebnisse 2025

Für 2025 meldet die europäische PVC-Wertschöpfungskette Fortschritte trotz eines schwierigen Marktumfelds. Die PVC-Recyclingmengen stiegen gegenüber 2024 um 5,7 %. Als Grundlage werden etablierte europäische Sammel- und Recycling-Wertschöpfungsketten sowie ein funktionierender Markt für Recyclingmaterial genannt. Zudem verweist die Branche auf technische Projekte und wissenschaftliche Studien unabhängiger Dritter, die messbare Fortschritte bei Klima- und Nachhaltigkeitszielen unterstützen.

VinylPlus Deutschland e. V. stellt den Fortschrittsbericht 2026, eine Überblickszusammenfassung sowie den Mid-Term-Review zur Selbstverpflichtung 2030 auf seiner Website zum Download bereit. Im Fortschrittsbericht werden auch Aktivitäten aus Deutschland genannt, die zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele beigetragen haben.

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