Additiv für Polyolefin-Schäume

Artikel vom 27. Mai 2026
Allgemeine Zusatz-/Hilfsstoffe und Additive

Mit »CompoBack« hat Brüggemann ein Additiv im Programm, das reversibel vernetzte Polyolefine ermöglicht. Das Material verbessert thermische Stabilität und Recyclingfähigkeit, z. B. in Kabelanwendungen.

Schrumpfung quadratischer Schaumprofile nach 24-stündiger Alterung bei 100 °C (Bild: Brüggemann).

Schrumpfung quadratischer Schaumprofile nach 24-stündiger Alterung bei 100 °C (Bild: Brüggemann).

Das Additiv »CompoBack« von Brüggemann bzw. der Tochtergesellschaft Auserpolimeri ermöglicht die Herstellung thermisch stabiler Polyolefinschäume ohne zusätzlichen Vernetzungsschritt. Dabei bleiben die Materialien weiterhin thermoplastisch verarbeitbar und recyclingfähig. Als gut dispergierbares Granulat wird das Additiv dem Basispolymer während der Compoundierung oder Extrusion zugesetzt. Die Additivmenge kann anwendungsspezifisch angepasst werden. Ziel ist es, die Dimensionsstabilität und mechanischen Eigenschaften bei erhöhten Temperaturen zu verbessern.

Vergleichsmessungen des Herstellers zeigen, dass physikalisch geschäumte PE-Profile ohne Stabilisierung nach 24 Stunden bei 100 °C um etwa 75 % schrumpfen. Mit dem Additiv stabilisierte Schäume wiesen bei den Messungen dagegen nur eine geringe Schrumpfung auf und erreichten Werte vergleichbar mit dauerhaft vernetztem PEX, blieben jedoch weiterhin wiederverarbeitbar.

Neben Polyolefinschäumen eignet sich das Additiv auch für Rohre mit erhöhtem Berstdruck oder für Profile mit verbesserter Dimensionsstabilität. Zudem trägt das Additiv zu einer Verbesserung der Oberflächenqualität bei und unterstützt Anwendungen mit Recyclinganteilen.

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