Weichmacher für die PVC-Industrie

Artikel vom 29. April 2021
Allgemeine Zusatz-/Hilfsstoffe und Additive

BASF bietet einen Teil seines Weichmacher-Portfolios nun auch auf Basis zirkulärer Rohstoffe an. Dafür werden laut Unternehmensangabe entweder nachwachsende oder chemisch rezyklierte Rohstoffe am Beginn der Wertschöpfungskette anstelle fossiler Ressourcen eingesetzt und den Verkaufsprodukten über einen Massenbilanzansatz zugeordnet.

Unter den Namen »Hexamoll DINCH BMB«, »Palatinol N BMB«, »Palatinol 10-P BMB« und »Plastomoll DOA BMB« vermarktet das Unternehmen biomassenbilanzierte (BMB) Weichmacher auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Statt fossiler Ressourcen wird die Menge an Bio-Naphtha oder Biogas eingesetzt, die für deren Herstellung nötig ist. Diese Rohstoffe werden aus organischem Abfall oder pflanzlichen Ölen gewonnen. BMB-Weichmacher haben laut Hersteller einen geringeren CO2-Fußabdruck als die herkömmlichen Weichmacher und tragen zur Einsparung fossiler Ressourcen bei. Sowohl der Massenbilanzansatz als auch die BMB-Weichmacher sind gemäß Angabe des Unternehmens nach Redcert² zertifiziert.

Mit »Hexamoll DINCH Ccycled« hat das Unternehmen seinen Nicht-Phthalat-Weichmacher zudem auf Basis chemisch rezyklierter Rohstoffe im Portfolio. Bei der Herstellung wird anstelle fossiler Ressourcen am Anfang der Wertschöpfungskette Pyrolyseöl eingesetzt, welches aus Kunststoffabfällen gewonnen wird, die bisher nicht rezykliert wurden. Das Öl wird im Rahmen des »Chemcycling«-Projekts von Partnern angeliefert. Die Zuordnung zu den »Ccycled«-Verkaufsprodukten erfolgt laut Herstellerangabe ebenfalls durch einen von unabhängigen Prüfern auditierten Massenbilanzansatz. Die so hergestellten Produkte tragen somit zur Wiederverwertung von Kunststoffabfällen bei.

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