Kunstharz-Dosieranlagen

Artikel vom 8. April 2021
Dosier-, Misch- und Förderanlagen
Dosieranlage für die Verarbeitung und Applikation pastöser Kunststoffe zum Verkleben von Rotorblatthalbschalen (Bild: Tartler).

Dosieranlage für die Verarbeitung und Applikation pastöser Kunststoffe zum Verkleben von Rotorblatthalbschalen (Bild: Tartler).

Modifizierte Polyurethane, Epoxidharze und flexible Glasfaserprodukte bestimmen weltweit die Konstruktion und Produktion moderner Windkraft-Rotorblätter. Sie werden dabei auch zum Auftragen wetterfester Oberflächenschichten sowie zum Anbringen von Ausgleichsmassen verwendet. Namhafte Hersteller setzen dabei auf die modularen Systemlösungen des deutschen Anlagenbauers Tartler. Laut Angabe des Unternehmens sind es nicht nur die Dosier- und Mischmaschinen, die in der Rotorblattfertigung zu finden sind, steigende Nachfrage wird auch für die Entgasungsstation »T-Evac« für Infusionsharze sowie für den Vakuum-Fasswechsel verzeichnet.

Die Applikation der Gel-Coatings auf die Innenflächen der Kavitäten vollziehen z. B. einige Rotorblattproduzenten mit den 2K-Dosier- und Mischanlagen »Nodopur« für die Verarbeitung von Polyurethan- und Epoxidharzen oder »Tardosil« für Silikone. Mit diesen Anlagen lassen sich die Grundierungen aus Kieselsäure und angedickten Kunstharzen, die vorrangig dem mechanischen Schutz der Oberflächen und ihrer Versiegelung gegen Feuchtigkeit dienen, homogen und zügig auftragen. Dafür sorgen unter anderem integrierte Volumenstromregelungen, mit denen sich Mischungsverhältnisse und Ausstoßmengen automatisch abstimmen lassen. Beide Anlagen werden mit einer SPS von Siemens gesteuert, können mit unterschiedlichen Mischköpfen betrieben werden und eignen sich für verschiedene Dosierverhältnisse. Beide Baureihen kommen laut Hersteller auch zum Einsatz, wenn zum Auswuchten genau dosierte Ausgleichsmassen in die Rotorblätter eingebracht werden.

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