Clay-Applikationsmaschinen

Artikel vom 17. November 2020
Systeme und Geräte

Mit der Clay-Applikationsmachine »Cama 01« bietet Somata ein System für das Auftragen von Formenbau-Plastiline (Bild: Tartler).

Modellbauer setzen die per Hand knetbare Wachsmasse Plastilin zur manuellen Formgebung ein. Schon viele Jahre kommt dieser als Clay bezeichnete Werkstoff in großen Mengen auch in der Industrie – vorrangig im Automobilbau – zum Einsatz. Hier wurde er bis dato per Hand und mit einfachen Werkzeugen aufgebracht und modelliert. Gerade bei größeren Designobjekten im 1:1-Maßstab nimmt die thermische Konditionierung und das manuelle Auftragen der Grundmasse allerdings viel Personal und Zeit in Anspruch. Das Erwärmen von etwa 2 t Clay in Form von Stangen und Brammen, die Entnahme des Materials aus dem Ofen und seine grobe Applikation auf einen Unterbau beanspruchen meist mehrere Manntage. Mit der neuen Clay-Applikationsmaschine »Cama 01« bieten die Tartler Group und ihr Tochterunternehmen Somata Modellbauern und Industriedesignern ein Komplettsystem für das schnelle und prozesssichere Auftragen von Formenbau-Plastiline. Damit können diese ihr Clay-Styling und ihre Clay-Bepastung weitgehend halb- oder sogar vollautomatisieren. Bei der Clay-Applikationsmaschine handelt es sich um eine Systemlösung, bestehend aus einer manuellen oder automatischen Zuführung, einer temperierten Pumpeneinheit und einer Dosierleitung mit Applikationsdüse. Bedient wird die Anlage über eine Steuerung mit Touchscreen. Der Clay-Austrag erfolgt sehr gleichmäßig, mit konstanter Materialtemperatur und in der Standardausführung der Maschine mit einem Ausstoß von bis zu 1,2 kg/min. Alle wichtigen Parameter des Applikationsprozesses werden protokolliert. Im Vergleich mit den bisher üblichen Methoden des Clay-Modeling spart der Anwender mit der Maschine viel Zeit und macht den ganzen Auftragsprozess zu einer kontrollierten und sauberen Angelegenheit.

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