Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit

Artikel vom 16. Januar 2020
Messen

Zur 27. Fakuma, der internationalen Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, werden laut Veranstalter Schall vom 13. bis 17. Oktober 2020 rund 2000 Aussteller in Friedrichshafen erwartet. Das Spektrum reicht vom Spritzgießen bis zu Extrusionstechnik, Thermoformen und 3D-Druck/additive Fertigung.

Die Fakuma öffnet vom 13. bis 17. Oktober 2020 wieder ihre Pforten. Bild: Schall

Die Fakuma öffnet vom 13. bis 17. Oktober 2020 wieder ihre Pforten. Bild: Schall

Die Fakuma 2020 wird im Messezentrum Friedrichshafen alle verfügbaren Hallenflächen belegen. 2018 wurden 1933 Aussteller aus 40 Nationen sowie fast 48.000 Fachbesucher aus 126 Ländern an den Bodensee gekommen, die kommende Messe soll noch internationaler werden vermeldet der Veranstalter.

Digitale Transformation der Kunststoffbranche

Die Messe möchte Branchen- und Technologiebarometer  Thema Spritzgießen sein und sieht sich daher als ersten Anlaufpunkt, wenn es um Neuheiten rund um Material, Maschine, Peripherie, Prozesse und Simulation geht. Die Besucher sollen einen umfassenden Überblick über die Kunststofftechnologien Spritzgießen, Extrusionstechnik, Thermoformen und 3D-Druck erhalten.

Digitalisierung, Vernetzung, weiterführende Prozessintegration und Systemlösungen bei Anlagen und Peripherie seien auch bei den Kunststoffverarbeitungsmaschinen angekommen und würden die Branche weiter vorantreiben; vieles, was bisher in Bezug auf digitale Transformation noch Plan, Vision und Theorie sei, werde auf der Messe in der Umsetzung zu erleben sein.

Effizienz, Nachhaltigkeit, Umweltschutz

Neben Digitalisierung sollen Umwelt, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft wichtige Themen sein. Die aktuelle Klimadebatte, hochproblematische Plastikmüllsituationen und das derzeit insgesamt schlechte Image des Kunststoffs förderten die Notwendigkeit, sparsame und schonende Produktionsverfahren zu realisieren und vor allem wirkungsvolle Kreislaufwirtschaft weithin umzusetzen.

Weil die Kunststoffindustrie ein ernstzunehmendes Reputationsproblem habe, sei sachliche Aufklärung und eine differenzierte Diskussion erforderlich. Als Beispiel nennt der Veranstalter Limonade und Mineralwasser, wo Kunststoff als Verpackungsmaterial eine bedeutende Rolle spielt: Das Einwegpfand wirke hier positiv, die Wertstoffkreisläufe seien hier nahezu geschlossen.

Geschlossene Kreisläufe seien überall erforderlich. Alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette müssten zusammenarbeiten und seien gefordert – auch die Endverbraucher. Es müsse gemeinsam an allen entscheidenden Schritten des Kreislaufs – der Produktherstellung, der Gebrauchsphase und der Entsorgung – gearbeitet werden. Insofern verspricht die Fakuma 2020, die über Technologietrends für eine umweltverträgliche Produktion, über den Einsatz von Rezyklaten sowie effizientere Spritzgussverfahren informiert, eine hochinteressante Plattform zu werden.

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