IKT nimmt 2K-Hochdruckanlage für Polyurethane in Betrieb

Artikel vom 5. November 2026
Spritzgießmaschinen

Das Institut für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart hat eine Zweikomponenten-Hochdruckanlage »AP 10« von Cannon in Betrieb genommen. Die Anlage erweitert das Technikum für Forschung, Lehre und praxisnahe Ausbildung in der Polyurethanverarbeitung.

Prof. Christian Bonten, Leiter des Instituts für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart, und Roland Apenburg, Cannon Deutschland GmbH, bei der Übergabe der Anlage (Bild: IKT).

Prof. Christian Bonten (li.), Leiter des Instituts für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart, und Roland Apenburg, Cannon Deutschland GmbH, bei der Übergabe der Anlage (Bild: IKT).

Das Institut für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart hat eine neue Zweikomponenten-Hochdruckanlage von Cannon zur Verarbeitung von Polyurethanen in Betrieb genommen. Die Anlage erweitert die Ausstattung des Technikums und schafft zusätzliche Möglichkeiten für praxisnahe Ausbildung, Forschung und Lehre rund um die Polyurethanverarbeitung.

Mit der neuen Anlagentechnik lassen sich vorhandene Kompetenzen im Verarbeiten und Schäumen von Polyurethanen weiter ausbauen, hauptsächlich für experimentelle Untersuchungen ebenso wie für anwendungsnahe Lehrveranstaltungen. Damit können Studierende und Forschende Prozesse der PU-Verarbeitung unter technischen Bedingungen erproben und vertiefen.

Erweiterung des Technikums

Die neue Anlage basiert auf der »AP 10« von Cannon und ist mit dem Umlenk-Mischkopf »FPL 8 SR« sowie einer Dosieranlage ausgestattet. Sie ergänzt die vorhandene technische Infrastruktur am Institut und erweitert die Möglichkeiten für Versuche mit reaktiven Polymeren, Polyurethanen und Verbundwerkstoffen.

Die Anlage wurde gemeinsam mit dem Hersteller in Betrieb genommen. Ein erster erfolgreicher Testdurchlauf fand während des PU-Seminars statt, das vom 21. bis 24. September 2026 in Zusammenarbeit mit dem Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e. V. durchgeführt wurde.

Durch die Erweiterung können Versuchsreihen und Lehrformate näher an industriellen Prozessabläufen ausgerichtet werden. Die Technik unterstützt Untersuchungen zur Dosierung, zum Mischen und zum Schäumen von Polyurethanen. Damit eignet sie sich für Themen aus der Grundlagenarbeit ebenso wie für praxisorientierte Fragen in der Verarbeitungstechnik.

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