Handling von Spritzgussformen
Allgemeine Maschinen und Temperiertechnik
In Halle B5, Stand 5109, zeigen RUD und das Joint Venture RUD+SpanSet Ramstein Lösungen für das Handling von Spritzgussformen. Im Fokus stehen Heben und Positionieren, Drehen und Wenden sowie Öffnen und Schließen mit Blick auf sichere Abläufe und Ergonomie.

Eine schwere Spritzgussform wird auf einen Werkzeugwender gehoben (Bild: RUD).
Schwere Spritzgussformen müssen im Werkzeugbau, in der Produktion, Instandhaltung, Logistik und Ausmusterung häufig in enger Taktung bewegt werden. Auf der Fakuma 2026 in Friedrichshafen präsentieren die RUD‑Gruppe und das Joint Venture RUD+SpanSet Ramstein ein Portfolio für das Handling dieser Werkzeuge.
Die Lösungen richten sich an Anwendungen rund um schnelle Formenwechsel an der Spritzgussmaschine ebenso wie an Reinigung, Wartung, Transport und Einlagerung. Neben Standardlösungen werden auch kundenindividuelle Ausführungen gezeigt, etwa maßgeschneiderte Lastaufnahmemittel. Ergänzend informieren die Partnerunternehmen über Beratung, Lösungskonfiguration und Prüfservice.
Drehen, Wenden sowie Öffnen und Schließen
Für Dreh- und Wendeprozesse werden Werkzeugwender der Baureihe »Tecdos TM« vorgestellt. Sie sind für Spritzgussformen bis 64 t Gewicht ausgelegt und drehen diese per Knopfdruck in weniger als einer Minute um bis zu 90° um ihre Schwerpunktachse. Damit lassen sich Formen für Reinigung, Wartung oder Reparatur kontrolliert in die erforderliche Position bringen.
Für Öffnungs- und Schließprozesse zeigt der Messeauftritt Formenöffner der Baureihe »Tecdos TSB«. Sie eignen sich für Spritzgießwerkzeuge bis 2,5 t Gewicht und unterstützen das kontrollierte manuelle Öffnen der Formen ohne zusätzliche elektrische, pneumatische oder hydraulische Hilfsenergie. Bei beiden Maschinentypen erlaubt die ergonomisch gestaltete Plattform, Arbeitsschritte wie Reinigen, Warten oder Reparieren direkt auf der Arbeitsfläche auszuführen.
Heben und Positionieren mit Schutz vor Stoßbelastungen
Für den Bereich Heben und Positionieren steht der Anschlagpunkt »ACP-Turnado« im Mittelpunkt. Er wurde entwickelt, um Stoßbelastungen zu vermeiden, bei denen schwere Lasten schlagartig absacken können. Solche Shock Loads können Schäden an Last, Krantechnik und Lastaufnahmemitteln verursachen und Personen gefährden.
Eine integrierte Federmechanik richtet den Bügel des Anschlagpunkts in Lastrichtung aus. Dadurch soll verhindert werden, dass der Bügel senkrecht stehenbleibt und unvermittelt umschlägt. Gefährliche Querbelastungen und ein ruckartiges Absacken der Last werden damit vermieden. Im Vergleich zu marktüblichen Anschlagpunkten ähnlicher Form und Baugröße bietet die Lösung laut Mitteilung eine um bis zu 30 % höhere Tragfähigkeit.
Die Fakuma findet vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen statt.





