Renolit baut neue Mischerei für Rohstoffaufbereitung in Worms
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Renolit investiert 56 Millionen Euro in eine neue Anlage zur Rohstoffaufbereitung am Standort Worms. Die Mischerei soll Prozesse automatisieren, Materialtransporte entlasten und ab Juni 2027 die Dosierung und Mischung von Rohstoffen für Kunststofffolien übernehmen.

Die Bauarbeiten für die neue Mischerei am Hauptsitz in Worms schreiten voran (Bild: Renolit).
Renolit modernisiert am Hauptsitz in Worms die Rohstoffaufbereitung und errichtet dafür eine neue Anlage zur Mischung von Rezepturen. Die Erdarbeiten haben im Februar 2026 begonnen, aktuell werden Betonfertigteile aufgebaut. Das geplante Investitionsvolumen liegt bei 56 Millionen Euro. Mit dem Neubau soll die Infrastruktur vor Ort langfristig erneuert und die Produktion von Kunststofffolien effizienter organisiert werden.
Die Anlage übernimmt eine zentrale Aufgabe in der Fertigung: Rohstoffe wie Kunststoffe, Farbpigmente und weitere Zusatzstoffe werden nach Rezeptur abgewogen und vermengt. Das fertige Gemisch dient anschließend als Ausgangsmaterial für die weiteren Produktionsschritte der Kunststofffolienherstellung.
Automatisierte Abläufe und weniger körperliche Belastung
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf stärker automatisierten Materialflüssen. Künftig transportieren automatische, selbstfahrende Fahrzeuge schwere Materialbehälter zwischen der neuen Rohstoffaufbereitung und der bestehenden Produktionshalle. Dafür entsteht ein geschlossener Verbindungstunnel aus Stahl, der beide Gebäudeteile miteinander verbindet. Die Transporte können dadurch wettergeschützt und automatisiert erfolgen.
Die neue Anlagentechnik soll zugleich die Ergonomie für die Mitarbeitenden verbessern. Schwere Transportaufgaben werden reduziert, Abläufe werden stärker standardisiert und die Bedienung der Technik soll einfach gehalten werden. Das Gebäude erstreckt sich über mehrere Stockwerke und ist auf die logistischen Anforderungen der Rohstoffaufbereitung ausgelegt.
Silos, Wiegestationen und computergestützte Steuerung
Für die Lagerung der Rohstoffe sind zunächst acht große Lagersilos im Außenbereich vorgesehen. Bei Bedarf kann die Kapazität auf bis zu 16 Silos erweitert werden. Für das exakte Abmessen der Rohstoffe werden 37 automatische Wiegestationen installiert. Eine Spezialanlage dosiert Kleinstmengen wie Farbpigmente grammgenau.
Sechs Mischstationen und ein computergestütztes Steuerungssystem sollen einen stabilen und nachvollziehbaren Produktionsablauf unterstützen. Die Inbetriebnahme der neuen Dosieranlage ist für Juni 2027 geplant. Der Einbau der Anlagentechnik soll im November 2026 starten und parallel zum weiteren Gebäudeausbau erfolgen.


