Weiss Kunststoffverarbeitung meldet leicht positives Ergebnis
Spritzgießen/Pressen
Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2025 hat die Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG schnell auf die verhaltene Nachfrage reagiert, ihre Investitionsplanung angepasst und mit leicht verringertem Personalbestand ein positives Ergebnis erzielen können.

Werk in Illertissen (Bild: Weiss).
Für das Jahr 2026 zeigt sich die Geschäftsführung der Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG verhalten optimistisch: Die Lage wird als herausfordernd angesehen, aber neue Projekte aus unterschiedlichen Kundenbranchen sollen rückläufige Abrufe teilweise kompensieren.
Nach unten korrigierte Abrufe der Kunden und verschobene Neuprojekte führten bei Weiss im Jahr 2025 zu einer geringeren Auslastung der beiden Werke in Illertissen und im ungarischen Györ. Daraus resultierte laut Unternehmensangabe ein Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich.

Spritzgießmaschinen im Werk Illertissen (Bild: Weiss).
Der geschäftsführende Gesellschafter Jürgen B. Weiß erläutert dazu: »Wir haben auf diese Situation, die sich bereits im zweiten Halbjahr 2024 abzeichnete, schnell reagiert, unter anderem mit mehreren Monaten Kurzarbeit und einer angepassten Investitionsplanung. Als absehbar war, dass sich die Situation so schnell nicht bessert, haben wir in Abstimmung mit dem Betriebsrat Aufhebungsverträge mit einigen Mitarbeitern geschlossen und die Kurzarbeit beendet. Jetzt sind wir auf einem Stand, der dem aktuellen Auftragsvolumen entspricht und auch noch Kapazität für die neuen, im Jahr 2026 anlaufenden Projekte bereithält.«
Mit Optimismus ins Jahr 2026
Damit sei das Unternehmen bisher gut durch die Krise gekommen, die sowohl die eigene Branche als auch wichtige Kundenbranchen erfasst habe. Der Betrieb schaue daher mit Optimismus auf das Jahr 2026. Anlass dazu gibt laut Weiß unter anderem die Tatsache, dass es nicht nur interessante Anfragen gibt, sondern dass auch attraktive größere Projekte kurz vor dem Serienstart stehen. Dazu gehören Projekte aus der Automobilindustrie, aber auch aus neuen Branchen wie der Intralogistik und dem Sonderfahrzeugbau. Teilweise hat das Unternehmen hier langfristige Verträge abgeschlossen, die neben dem Spritzguss auch die Montage und die Lieferung kompletter Funktionsbaugruppen vorsehen.

Werk in Györ (Bild: Weis).
Bei der Projektierung erweist sich neben dem eigenen Werkzeugbau auch als vorteilhaft, dass Weiss über zwei Fertigungsstandorte verfügt. Neben dem Stammhaus in Illertissen trägt das 2011 gegründete Werk in Györ maßgeblich zur Unternehmensleistung bei. An beiden Standorten fertigen pro Tag knapp 260 Mitarbeitende rund 675.000 Teile.
Mit einer echten Besserung der (Kunststoff-)Konjunktur rechnet der geschäftsführende Gesellschafter vorerst jedoch nicht: »Die Gesamtlage wird wohl herausfordernd bleiben. Wir sind aber gut aufgestellt, haben die Kosten im Griff und beherrschen auch komplexe Prozesse der Kunststoffverarbeitung. Und wir sind ein finanziell unabhängiges Familienunternehmen, das mit vielen namhaften Kunden schon seit Jahrzehnten zusammenarbeitet und immer wieder neue Technologien erschließt.«



