3D-gedruckte Rüstung
Im Rahmen der Pariser Fashion Week konnte ein 3D-gedruckte, maßgeschneiderte Rüstung bewundert werden, die Sculpteo für Rohan Mirza realisierte.

Bild: Sculpteo.
3D-Druckexperte Sculpteo präsentierte auf der Paris Fashion Week 2025 seine Zusammenarbeit mit dem Modedesigner Rohan Mirza. Die 3D-Drucktechnologie des Unternehmens hauchte der kühnen neuen Kollektion des Designers Leben ein. Technologie, Subkultur und Haute Couture konnten so in einer auffälligen, 3D-gedruckten Rüstung verschmelzen.
Das Design der 3D-gedruckten Rüstung selbst ist eine künstlerische Zusammenarbeit mit der Tätowiererin Bravo Chouchou, deren neu interpretierte Designs als skulpturale Oberflächenmuster die Rüstung in tragbare Kunst verwandelten. Inspiriert von Reita, Bassist und Mitbegründer der japanischen Rockband The Gazette, der für seine Nasenklammer und sein langes Haar bekannt war, beschäftigt sich die Kollektion mit den Themen Verhüllung und Identität. Während in der Mode oft die Augen oder der Mund verdeckt werden, sollte die bewusste Verdeckung der Nase für eine ungewohnte, aber auffällige Veränderung des Ausdrucks aller Models sorgen. Diese Vision setzte sich in der 3D-gedruckten Rüstung fort, die als weitere Anspielung auf Reitas charakteristische Ästhetik künstliche Haarelemente enthielt.

3D-gedruckte Rüstung (Bilder: Sculpteo).
Populärkultur als Inspiration
Beeinflusst durch die Präsenz von Rüstungen in der Populärkultur, von Iron Man bis Metal Gear Solid, interpretiert die Kollektion Schutzhüllen nicht als einschränkende Objekte, sondern als anpassungsfähige Kleidungsstücke. Durch die SLS-3D-Drucktechnologie erhielten die Rüstungen eine mineralische, steinartige Textur. Die Stücke passen sich elastisch dem Körper an, wodurch Größenbeschränkungen weniger bedeutend werden.
»Die Zusammenarbeit mit Rohan Mirza auf der Paris Fashion Week zeigt, wie der 3D-Druck seine industriellen Wurzeln überwinden und zu einem fantastischen Medium für künstlerischen Ausdruck werden kann. Indem wir die Grenzen der SLS-Technologie erweitert haben, konnten wir Texturen und Strukturen erzielen, die natürlichen Materialien ähneln, und Stücken, die mit traditionellen Mitteln unmöglich herzustellen wären, Details auf Couture-Niveau verleihen. Dies ist ein Beispiel dafür, wie Innovation, Technologie und Kreativität zusammenkommen können, um die Grenzen der Mode zu erweitern«, so Alexandre d’Orsetti, CEO von Sculpteo.
»Der 3D-Druck ermöglicht es uns, frei Prototypen zu entwickeln, aber in diesem Fall wurde er auch zum Material selbst, das über Kunststoff hinausgeht, um etwas fast Organisches und dennoch Tragbares zu schaffen. Die Zusammenarbeit mit Sculpteo hat diese Vision möglich gemacht und ein Stück hervorgebracht, das sich so edel und handwerklich anfühlt wie Leder oder Stoff«, erläutert Rohan Mirza, Modedesigner und Direktor des Rohan Mirza Studios.


