Erfolgreicher Test von Schneidmühlen mit schwierigen Werkstoffen

Artikel vom 28. Oktober 2026
Mühlen

Hellweg Maschinenbau lud Messebesucher auf der Fakuma 2026 ein, schwierige Materialien direkt am Stand zu mahlen. Die Schneidmühle »MDSi 230/150« verarbeitete unter anderem TPE, EPS, Gummi, Nylon und Schaumstoff zu gleichmäßigem Mahlgut im 2-mm-Bereich.

Angüsse aus ultraelastischem TPE nach einem erfolgreichen Ad-hoc-Mahlversuch auf der Fakuma 2026 (Bild: Hellweg).

Angüsse aus ultraelastischem TPE nach einem erfolgreichen Ad-hoc-Mahlversuch auf der Fakuma 2026 (Bild: Hellweg).

Auf der Fakuma 2026 bot die Hellweg Maschinenbau GmbH & Co. KG Messebesuchern kurzfristig an, eigene, als schwierig eingestufte Materialproben am Stand auf den ausgestellten Mühlen zu testen. Hintergrund waren Erfahrungen aus dem Technikum und aus Kundenprojekten, nach denen die Mühlen des Unternehmens auch anspruchsvolle Werkstoffe zuverlässig zerkleinern können.

Acht Besucher nutzten das Angebot und brachten Proben mit, deren Mahlverhalten sie vorab als kritisch einschätzten. Die Materialien wurden in die am Stand voll funktionsfähig bereitgestellte Schneidmühle »MDSi 230/150« gegeben. In allen Fällen entstand in kurzer Zeit gleichmäßig geschnittenes Mahlgut im 2-mm-Korngrößenbereich. Getestet wurden unter anderem TPE, EPS, Gummi, Nylon und Schaumstoff. Auch besonders elastisches TPE konnte zerkleinert werden. Eine sehr weiche NBR-Gummimischung erreichte das Team erst nach Messeschluss, aber auch sie wurde ohne Vorbehandlung, ohne Trennmittel und ohne zusätzliche Kühlung erfolgreich verarbeitet.

Scherenschnitt für homogene Mahlgüter

Als wesentlichen technischen Ansatz nennt das Unternehmen den echten Scherenschnitt. Dieses Prinzip trägt dazu bei, ein homogenes Mahlgut mit geringem Feinanteil, enger Korngrößenverteilung und gleichmäßiger, glattkantiger Geometrie zu erzeugen. Die Versuche zeigten, dass auch elastische oder weiche Werkstoffe ohne zusätzliche Vorbereitung verarbeitet werden können. Entsprechende Tests bietet das Unternehmen auch am Stammsitz Roetgen an.

Nachfrage nach effizienten Anlagen

Nach einem verhaltenen Start in das Geschäftsjahr bewertet die Geschäftsführung die Resonanz auf der Messe positiv. Investitionsentscheidungen, die zuvor zurückgestellt wurden, kommen demnach wieder in Bewegung. Besonders gefragt seien energieeffiziente Mühlen sowie intelligente Überwachungssysteme, mit denen sich Ausfallzeiten und Betriebskosten senken lassen. Der Auftragseingang deute darauf hin, dass der Umsatz des Vorjahres trotz schwachem Jahresbeginn erreichbar sein könnte. Für 2027 wird erwartet, dass aufgeschobene Investitionen und eine wachsende Nachfrage die Erholung unterstützen.

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