Renewable Materials Conference 2026
Aus- und Weiterbildung, Veranstaltungen
Die Renewable Materials Conference findet vom 22. bis 24. September 2026 in Siegburg statt. Das nova-Institut erwartet 400 bis 500 Teilnehmende. Im Mittelpunkt stehen Technologien und Strategien für erneuerbaren Kohlenstoff aus Biomasse, CO₂-Nutzung und Recycling sowie die Defossilisierung von Chemikalien und Materialien.

Die Renewable Materials Conference 2026 diskutiert Wege zur Defossilisierung von Chemikalien und Materialien durch Biomasse, CO₂-Nutzung und Recycling (Bild: nova-Institut).
Unter dem Schwerpunktthema »Defossilisierung durch Innovation« bringt die Renewable Materials Conference (RMC) Unternehmen, Forschung, Investoren und politische Entscheidungsträger zusammen. Das dreitägige Programm vom 22. bis 24. September 2026 umfasst 80 Vorträge, mehr als 20 Podiumsdiskussionen, 16 Workshops und eine begleitende Ausstellung. Inhaltlich konzentriert sich die Veranstaltung auf die Bioökonomie, Carbon Capture and Utilisation (CCU) und Recycling als alternative Kohlenstoffquellen für die Chemie- und Materialindustrie.
Defossilisierung der Chemieindustrie
Der erste Konferenztag widmet sich der Defossilisierung der chemischen Industrie. Thematisiert werden Strategien für den Einsatz von erneuerbarem Kohlenstoff sowie neue Ansätze für Fein- und Spezialchemikalien. Weitere Programmpunkte beschäftigen sich mit der Nutzung von Lignin und CO₂ als Rohstoff. Damit stehen unterschiedliche Wege im Mittelpunkt, fossilen Kohlenstoff in industriellen Prozessen und Produkten durch erneuerbare Quellen zu ersetzen.
Fossilfreie Kunststoffe im Fokus
Am zweiten Veranstaltungstag richtet sich der Blick auf fossilfreie Kunststoffe. Ein Themenblock behandelt biobasierte Polymere und deren Markt- und Anwendungsentwicklung. Hinzu kommen Beschichtungen, Klebstoffe und Bindemittel sowie CO₂-basierte und recycelte Polymere. Anwendungsbezogene Beiträge befassen sich unter anderem mit der Automobilindustrie, Konsumgütern, Verpackungen, Textilien und Spielzeug.
Der dritte Tag konzentriert sich auf die Rahmenbedingungen für erneuerbaren Kohlenstoff. Neben Marktnachfrage, Visionen und Strategien steht der biologische Abbau auf dem Programm. Dabei sollen wissenschaftliche und politische Entwicklungen ebenso behandelt werden wie Anwendungen und Systemlösungen.
Workshops und Ausstellung
Die 16 Workshops ergänzen das Vortragsprogramm um Themen aus Politik und Strategie sowie Fragen zum CO₂-Fußabdruck und zu neuen Technologien. Die jeweils 1,5-stündigen Formate sind für rund 20 Teilnehmende konzipiert und sollen einen direkten fachlichen Austausch ermöglichen.
In der begleitenden Ausstellung präsentieren sich rund 40 Aussteller auf zwei Etagen. Zusätzlich sind drei Abendveranstaltungen vorgesehen. Eine Matchmaking-Software unterstützt Teilnehmer bei der Kontaktaufnahme und Terminplanung während der Konferenz.
Innovationspreis für erneuerbare Materialien
Zum Programm gehört außerdem der Innovationspreis »Renewable Material of the Year 2026«. Aus den eingereichten Entwicklungen nominiert der RMC-Beirat sechs Neuheiten. Diese werden während der Konferenz vorgestellt. Anschließend stimmt das Publikum über drei Preisträger ab. Der Wettbewerb richtet den Blick auf neue Materialien und Technologien auf Basis erneuerbaren Kohlenstoffs.


