Umfangreiches ERP-Update von Sage

Artikel vom 21. August 2026
Branchensoftware

Sage hat die neue Version von »Sage Wincarat« vorgestellt. Das ERP-Release richtet sich an Kunststoff verarbeitende Unternehmen und bringt Funktionen für CO₂e-Kalkulation, Gefahrgutverwaltung, Lagerplatzsteuerung sowie Auftrags- und Logistikprozesse.

Mit der neuen Version von »Sage Wincarat« erweitert Sage seine ERP-Branchenlösung für Kunststoff verarbeitende Unternehmen um mehr als 100 Neuerungen und Optimierungen. Im Mittelpunkt stehen Funktionen für die CO₂e-Kalkulation, ein Gefahrgutmodul sowie überarbeitete Architektur- und Auftragsstrukturen. Das Release soll Betriebe dabei unterstützen, ökologische Kennzahlen transparenter auszuweisen, regulatorische Anforderungen im Gefahrgutbereich verlässlicher abzubilden und Abläufe in Produktion, Logistik und Vertrieb stärker zu verzahnen.

Die Kunststoffindustrie muss CO₂-Emissionen nachvollziehbar dokumentieren, Gefahrgutvorschriften einhalten und auf Marktschwankungen flexibel reagieren. Gleichzeitig prägen verschiedene EU-Regularien, darunter die EU-Verpackungsverordnung, den Wandel in der Kunststoffproduktion. In der Praxis arbeiten Betriebe laut Mitteilung häufig noch mit Insellösungen und manueller Datenpflege. Das neue Release setzt hier an und bindet zentrale Daten und Prüfungen direkt in die ERP-Prozesse ein.

CO₂e-Daten direkt im Fertigungsauftrag

Die erweiterte CO₂e-Kalkulation verknüpft Nachhaltigkeitsdaten mit den operativen Abläufen. Unternehmen können Emissionen ermitteln und eine Nachkalkulation auf Basis tatsächlicher Verbräuche durchführen. Die CO₂e-Nachkalkulation wird dabei direkt in Fertigungsaufträge eingebunden. Dadurch lassen sich ökologische Kennzahlen näher an den Produktionsdaten auswerten, statt sie nachgelagert über separate Tabellen oder manuelle Berechnungen zusammenzuführen.

Gefahrgutverwaltung mit Lagerplatzprüfung

Das neue Gefahrgutmodul ermöglicht die Verwaltung von Gefahrstoffinformationen und unterstützt die Lagerplatzsteuerung. Automatische Prüfungen stellen sicher, dass Artikel nur auf zulässigen Lagerplätzen abgelegt werden und definierte Gefahrklassen berücksichtigt sind. Für Fertigungsteams reduziert das administrative Routinen beim Gefahrguthandling und hilft, Vorgaben im Betrieb konsistenter umzusetzen.

Technische Basis und Prozessdetails

Auch die technische Grundlage wurde überarbeitet. Das Upgrade auf ein aktuelles .NET-Framework, C# als Entwicklungssprache und die 64-Bit-Unterstützung sollen Stabilität und Leistung im Tagesgeschäft verbessern. Hinzu kommen Detailverbesserungen in Auftrags- und Logistikprozessen, darunter erweiterte Dashboards, terminstaffelgenaue Preise und modernisierte Formulare.

Für die Einbindung in bestehende IT-Landschaften wird der Ausbau von REST-APIs genannt. Perspektivisch sind außerdem KI-gestützte Workflow-Assistenten vorgesehen. Damit sollen manuelle Schnittstellen reduziert und Informationen schneller für Entscheidungen in Produktion und Vertrieb nutzbar werden.

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