Biobasierter Klebstoff für Metall, Glas und Kunststoffe

Artikel vom 2. Juli 2026
Klebstoffe für

Der biobasierte Klebstoff »Photobond SJ4192« besteht zu 62 % aus nachwachsenden Rohstoffen. Er eignet sich für Verklebungen von Metall, Glas und Kunststoffen und härtet per UV- oder sichtbarem Licht in wenigen Sekunden aus.

Biobasierter Allround-Klebstoff (Bild: Delo).

Biobasierter Allround-Klebstoff (Bild: Delo).

Mit »Photobond SJ4192« stellt Delo einen neuen Allround-Klebstoff vor, der mehrheitlich aus biobasierten Anteilen besteht und für Anwendungen auf Metall, Glas und Kunststoffen ausgelegt ist. Der Anteil nachwachsender Rohstoffe liegt laut Hersteller bei 62 %. Ein Großteil der Harzbestandteile basiert auf Vorprodukten aus Mais und Rizinusöl. Damit sollen endliche Ressourcen geschont werden, ohne die mechanischen Eigenschaften zu vernachlässigen.

Der Klebstoff ist unter anderem für Anwendungen in der Automobilindustrie vorgesehen, etwa bei Rahmen- und Gehäuseverklebungen von Navigationsdisplays. Dort können Materialien wie Polycarbonat zum Einsatz kommen. Laut den vorliegenden Tests zeigt die neue Formulierung eine verbesserte Haftung auf Kunststoffen, insbesondere auf Polycarbonat-Oberflächen. Zusätzlich werden eine geringe Ausgasung, eine hohe Langzeitfeuchtebeständigkeit und eine ausgeprägte Flexibilität beschrieben.

Haftung auf verschiedenen Substraten

Der Allround-Klebstoff ist für Metall, Glas und Kunststoffe geeignet. Gegenüber einem nicht biobasierten Vorgängerprodukt verspricht der Hersteller bei mehreren mechanischen Eigenschaften bessere Werte. Genannt werden vor allem die Kunststoffhaftung, die Schälfestigkeit und die Beständigkeit gegenüber Feuchte über längere Zeiträume. Diese Kombination ist für Bauteile relevant, die unterschiedlichen Werkstoffen, mechanischen Belastungen und Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind.

Die Flexibilität des Klebstoffs ist dabei ein weiterer Faktor für Anwendungen, bei denen die verbundenen Bauteile Bewegungen, Spannungen oder wechselnden Bedingungen ausgesetzt sind. Gleichzeitig soll die geringe Ausgasung den Einsatz in sensiblen Baugruppen unterstützen.

Aushärtung mit Licht

Aufgetragen wird der Klebstoff typischerweise per Nadeldosierung. Die Aushärtung erfolgt durch UV- oder sichtbares Licht und dauert nur wenige Sekunden. Die lichtbasierte Verarbeitung wird als CO₂-arm beschrieben und ermöglicht kurze Prozesszeiten in der Fertigung.

Das Unternehmen ersetzt nach eigenen Angaben seit vielen Jahren fossile Rohstoffe durch nachwachsende Alternativen, sofern dies technisch umsetzbar ist. Voraussetzung dafür ist, dass die Klebstoffeigenschaften die Anforderungen der Kunden erfüllen. Der vorgestellte Klebstoff ist das erste Produkt im Portfolio, bei dem nachhaltige Inhaltsstoffe mehr als die Hälfte der Formulierung ausmachen.

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