Beschichtungen für Designprodukte

Artikel vom 18. Juni 2026
Verfahren

Mit Beschichtungsverfahren aus der Automobilindustrie erschließt Benseler neue Anwendungsfelder in Mobilität und Möbelbau. Die Lösungen zielen auf Oberflächenqualität, Funktionalität und Designfreiheit für anspruchsvolle Kunststoffbauteile außerhalb des Automotive-Sektors.

Die PVD-Beschichtung der Knauf- Schrankschlösser gewährleistet nicht nur eine ansprechende Chrom-Optik in einer hochwertigen Büromöbel-Kollektion, sondern ist auch entscheidend für die Funktionalität des Schlosses (Bild: Benseler).

Die PVD-Beschichtung der Knauf-Schrankschlösser gewährleistet nicht nur eine ansprechende Chrom-Optik, sie ist auch entscheidend für die Funktionalität des Schlosses (Bild: Benseler).

Benseler überträgt seine Beschichtungskompetenz aus der Automobilindustrie auf Anwendungen in anderen Branchen. Beispiele dafür sind Kunststoffbauteile für Speed-Pedelecs sowie beschichtete Komponenten für hochwertige Büromöbel. Für den Schweizer Speed-Pedelec-Hersteller Stromer übernimmt das Unternehmen z. B. die Nasslackierung der seitlichen Akku-Box-Klappen. Die Bauteile aus Polyamid (PA) sind ein prägendes Designelement der Fahrzeuge und müssen gleichzeitig hohen Belastungen durch Steinschläge, Schmutz und Spritzwasser standhalten. Um die geforderte Oberflächenqualität zu erreichen, durchlaufen die Komponenten einen mehrstufigen Vorbehandlungs- und Beschichtungsprozess mit mehrschichtiger Nasslackierung. Die Farbtreue wird mithilfe optischer Lichtmesstechnik auf Basis eines Referenzmusters kontrolliert, sodass die Bauteile exakt mit der Rahmenfarbe übereinstimmen.

Ein weiteres Einsatzfeld ist die Möbelindustrie. Hier nutzt das Unternehmen ein PVD-Beschichtungsverfahren (Physical Vapor Deposition), das in der Automobilindustrie häufig als Alternative zur Galvanik eingesetzt wird. Für den Designmöbelhersteller USM beschichtet das Unternehmen Knauf-Schrankschlösser von Burg mit integriertem Bluetooth-Chip. Die Beschichtung erzeugt eine Chromoptik und erfüllt gleichzeitig funktionale Anforderungen. Sie bleibt transparent für Lichtsignale und durchlässig für Bluetooth-Funksignale.

Die Beispiele zeigen, wie sich Technologien aus dem Automotive-Bereich auf andere Branchen übertragen lassen. Neben der optischen Gestaltung stehen dabei funktionale Eigenschaften wie Widerstandsfähigkeit, Signalübertragung und präzise Farbwiedergabe im Vordergrund.

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