Effiziente Kunstrasenproduktion
Allgemeine Teile
Mit der »Microcell«-Technologie entwickeln Promix Solutions und STC Spinnzwirn voluminösere Kunstrasenfasern. Die mikrozellulare Struktur erhöht die Dichte der Grashalme für eine ressourcenschonendere Kunstrasenproduktion.

Mikroskopische Darstellung der Mikrozellstruktur eines Grashalms im Querschnitt (Bild: STC/Promix).
Promix Solutions und STC Spinnzwirn haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Kunstrasenfilamente mit mikrozellularer Struktur herstellen lassen. Grundlage ist die Integration der »Microcell«-Technologie von Promix in Faserextrusionsanlagen von STC. Dabei werden Polyolefin-Schmelzen während der Extrusion präzise mit CO₂ oder Stickstoff versetzt. Durch spezielle Kühl- und Mischtechnik entsteht eine homogene Schmelze, in der sich beim Austritt aus der Spinndüse feinste Mikrozellen bilden. Die Struktur bleibt auch nach dem anschließenden Verstrecken der Fasern erhalten.
Die erzeugten Kunstrasenhalme sind laut Angaben der Unternehmen 10 bis 20 % dicker als konventionelle Fasern. Dadurch kann entweder ein dichterer Rasenteppich hergestellt oder bei gleicher Dichte Material eingespart werden. Gleichzeitig erzeugt die Zellstruktur eine leicht raue Oberfläche und unterschiedliche Farbnuancen, wodurch der Kunstrasen natürlicher wirkt.
Die Anlagen erreichen trotz der neuen Technologie Durchsatzleistungen von 100 bis 600 kg/h. Die mechanischen Eigenschaften der mikrozellularen Fasern liegen nur geringfügig unter denen konventioneller Fasern. Anwendungen mit hohen Verschleißanforderungen, etwa auf Fußballplätzen, sollen sich in Entwicklung befinden.




