Bessere Lackierergebnisse
Maschinen und Anlagen für die Oberflächentechnik
Vor der Lackierung von Anbauteilen aus Kunststoff setzt KTX eine CO₂-Schneestrahlreinigungslösung von acp ein.

Schneestrahlreinigungssysteme von acp sorgen vor der Lackierung von Interieur-Komponenten für saubere Oberflächen (Bild: KTX).
Die KTX GmbH mit Hauptsitz in Weißenburg sowie Standorten in Solingen, Serbien und den USA deckt die komplette Wertschöpfungskette für Interieur- und Exterieur-Komponenten der Automobilindustrie ab – von der Entwicklung bis zur Endmontage. Produziert wird auf Spritzgießmaschinen mit Schließkräften von 80 bis 3200 t. Anschließend werden die Teile lackiert, z. B. auf Anlagen des Herstellers Venjakob, in die bei der Errichtung bereits eine CO₂-Schneestrahlreinigung integriert war.
Flüssiges, recyceltes CO₂
Gerade bei hochglänzenden Oberflächen wie Piano-Black sind absolut partikelfreie Bauteile Voraussetzung für eine einwandfreie Qualität. Um den Ausschuss durch minimale Staub- oder Faserverunreinigungen weiter zu verringern, prüfte der Zulieferer die Leistungsfähigkeit der Schneestrahltechnologie »quattroClean« von acp systems. Das Verfahren nutzt flüssiges, recyceltes CO₂, das beim Austritt aus einer Zweistoff-Ringdüse zu feinem CO₂-Schnee expandiert und mittels Druckluft auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt wird. Die Reinigung beruht auf einer Kombination aus thermischem, mechanischem, Lösemittel- und Sublimationseffekt und entfernt partikuläre sowie filmische Kontaminationen bis in den Submikrometerbereich – rückstandsfrei und trocken.
Vergleichsversuche einer manuell geführten Strahleinheit und drei Rotationsdüsen mit manuell geführten Düsenarrays zeigten bei den Rotationsdüsen eine signifikant verbesserte Lackierqualität. Daraufhin wurde gemeinsam mit acp und dem Anlagenhersteller Venjakob eine integrierte Lösung entwickelt. Zum Einsatz kommt nun eine vierflügelige Rotationseinheit mit drei Rotationsdüsen, deren Strahlwinkel teilespezifisch angepasst werden können. Das System ermöglicht eine hohe Flächenreinigungsleistung bei reduziertem CO₂- und Druckluftverbrauch.
Seit August 2024 arbeitet der Zulieferer im Serienbetrieb mit der neuen Reinigungseinheit. Hierbei konnte das Unternehmen eine höhere Prozessstabilität sowie eine verbesserte Oberflächenqualität und dadurch einen wirtschaftlichen Mehrwert verzeichnen.



