Antimikrobielle Handhabungselemente

Artikel vom 13. Juli 2021
Maschinenbau/Apparatebau
Handhabungselemente mit antimikrobiell wirkenden Oberflächen tragen dazu bei, dass sich weniger Keime übertragen (Bild: Ganter).

Handhabungselemente mit antimikrobiell wirkenden Oberflächen tragen dazu bei, dass sich weniger Keime übertragen (Bild: Ganter).

Besonders in Kliniken breiten sich Bakterien mit großer Resistenz gegenüber gängigen Antibiotika aus. Auch Pflegeheime, Kindergärten und Schulen sowie Lebensmittelhersteller und landwirtschaftliche Betriebe mit Massentierhaltung gehören zu den Risikobereichen. Auf Oberflächen, mit denen Menschen in Kontakt kommen, also Griffe, Knöpfe, Schalter, oder Taster, können sich Bakterien, Pilze und Viren ansiedeln, einen wachstumsbegünstigenden Biofilm aufbauen und schließlich auf die nächsten Nutzer überspringen. Es gilt also, diese im Grunde simplen Übertragungswege zuverlässig zu unterbrechen.

»Sanline« für zuverlässige Keimreduzierung

Je keimärmer Flächen sind, umso geringer ist das Infektionsrisiko. Häufiges Reinigen und Desinfizieren ist eine Lösung, die aber fehlerbehaftet ist und Lücken aufweisen kann. Zuverlässiger sind Oberflächen mit antimikrobieller Wirkung. Dabei werden angetragene Keime selbstständig deaktiviert und an der Übertragung gehindert – und das über lange Zeiträume. Diesem Thema hat sich Ganter angenommen. Das Unternehmen hat eine Reihe von Normelementen antibakteriell ausgerüstet und in der Produktfamilie »Sanline« zusammengefasst.

Die unterschiedlichen Handhabungselemente wie Knöpfe, Klemmhebel, Bügelgriffe und Flügelmuttern nutzen zwei verschiedene Wirkprinzipien: Kunststoffe werden mittels spezieller Additive mit Silberionen ausgerüstet, für Metallteile wiederum stehen Pulverbeschichtungen auf Zinkmolybdat-Basis zur Verfügung. Beide Prinzipien zerstören die Zellwände der Mikroorganismen und töten sie dadurch ab. Für Menschen ist der Kontakt mit solchermaßen aktivierten Oberflächen unbedenklich. Besonders interessant ist das als Additiv verfügbare Zinkmolybdat: Mithilfe der Luftfeuchtigkeit bildet sich auf den Oberflächen – ähnlich wie bei der menschlichen Haut – ein Säuremantel mit einem pH-Wert von etwa 4,5 aus. Die vorhandenen Säure-Protonen durchdringen die Zellmembran des Keims und zerstören diesen.

Beide Prinzipien wirken auch bei häufigen Reinigungen über lange Zeit. Der Hersteller weist jedoch darauf hin, dass sie weder die Reinigung noch die Desinfektion ersetzen, deren Wirkung aber nachhaltig unterstützen.

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